Bitte nutzen Sie für die Anmeldung unser Ticketportal. Vielen Dank!

 

Programm

  • 09:00 - 11:30

    Workshop 1: Rechtsfragen in der Leitstelle

    Haftungsprobleme eines Leitstellendisponenten: - Unterscheidung Zivil- und Strafverfahren - Regressansprüche auf Schadenserssatz- und Schmerzensgeld gegenüber Disponenten - Sachverhaltsschilderung zum Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen - Gruppenarbeit: Wie würden Sie in diesem Strafverfahren gegen den Disponenten entscheiden?

    Referent(in):

    Tanja Melzer

  • 09:00 - 11:30

    Workshop 2: KI in der Leitstelle 2.0

    Referent(in):

    Holger Groß

    Melanie Reuter-Oppermann

  • 09:00 - 11:30

    Workshop 3: Anfangen statt aufschieben: Veränderung durch gelebte Standards

    Anfangen statt aufschieben heißt: ins Handeln zu kommen. Marc Gistrichovsky und Stephan Bandlow stellen erstmals die Umfrageergebnisse zur Bremerhavener Erklärung vor und diskutieren mit den Teilnehmenden, wo Leitstellen bei Notrufabfrage, Feedback, CIRS, Never Events, 116117 und IT-Sicherheit tatsächlich stehen. Wo liegen im Alltag die Umsetzungshindernisse? Gemeinsam erarbeiten wir konkrete, umsetzbare Schritte für kleine wie große Leitstellen – auch als Impuls für die nächste Bremerhavener Erklärung und für die Arbeit in den fachlichen Arbeitsgruppen des Fachverband Leitstellen e.V.

    Referent(in):

    Marc Gistrichovsky

    Stephan Bandlow

  • 09:00 - 11:30

    Workshop 4: Die Leitstelle im Kreuzfeuer: Öffentlichkeitsarbeit nach kritischen Einsätzen

    Medien warten heute nicht mehr auf Pressemitteilungen. Sie berichten in Echtzeit, bewerten live und reagieren auf Gerüchte, Videos und Augenzeugen. Schweigen der Leitstelle füllt kein Vakuum – es vergrößert es. In kritischen Lagen entscheidet nicht nur der Einsatz, sondern auch die erste Information. Der Workshop zeigt praxisnah, wie sich die Medienlogik verändert hat, warum Leitstellen Teil des Informationsraums sind und wie strukturierte Erstinformationen über das Pult des Lagedienstes helfen, Tempo, Vertrauen und Deutungshoheit zu behalten. Ziel ist nicht PR, sondern Führung des öffentlichen Informationsraums!

    Referent(in):

    Michael Klahre

  • 12:00 - 12:15

    Begrüßung und Einleitung

    Referent(in):

    Hendrik Sudowe

    Maren Bartels

  • 12:15 - 12:45

    Welches Sicherheitsniveau können und wollen wir uns leisten?

    Referent(in):

    Benjamin Winter

  • 12:45 - 13:15

    Low-Code-Einsätze: Wie geht die Feuerwehr damit um?

    Low-Code-Einsätze im Rettungsdienst sind heutzutage mit unterschiedlichen Instrumentarien in den Ländern beherrschbar: NKTW, Gemeindenotfallsanitäter und differenzierte Disposition entlasten das System. Doch wie sieht es bei der Feuerwehr aus? Schießen wir weiterhin mit Kanonen auf Spatzen? Ist das System so noch zeitgemäß?

    Referent(in):

    Andreas Klos

  • 13:15 - 14:15

    Pause

  • 14:15 - 14:45

    Kommunikation im Notrufdialog: Wie sage ich es am Telefon?

    Notrufgespräche finden meist in emotionalen Ausnahmesituationen statt. Anrufende sind häufig überfordert und erwarten sofortige Hilfe, da sie die Abläufe und Komplexität des Rettungssystems nicht kennen. Der Notrufannehmende trägt die zentrale Verantwortung: Sie oder er muss die Lage schnell erfassen, die richtige Hilfe veranlassen, Gefahren einschätzen und Anleitungen geben. Eine strukturierte Gesprächsführung und klare Qualitätsstandards sind hierbei entscheidend.

    Referent(in):

    Svenja Beckmann

  • 14:45 - 15:15

    Entscheidungen im Notrufdialog: Was sagt das Strafrecht dazu?

    Der Vortrag skizziert die Risiken des Geheimnisverrats nach § 203 Abs. 1 StGB und § 203 Abs. 4 StGB im Leitstellenalltag. Im Fokus stehen die strafrechtlichen Konsequenzen einer unbefugten Informationsweitergabe aus Rettungsdiensteinsätzen an Ermittlungsbehörden sowie die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Zeugnisverweigerungsrechte nach §§ 53, 53a StPO bestehen können.

    Referent(in):

    Sebastian Wendt

  • 15:15 - 15:45

    Modelle für den Notrufdialog: Calltaker, Dispatcher oder etwas anderes? (Diskussion)

    Referent(in):

    Hendrik Sudowe

    Kadriye Gülöz

    Stephan Bandlow

  • 15:45 - 16:15

    Pause

  • 16:15 - 16:45

    Die Leitstelle Graz: Wie der Amoklauf am 10. Juni 2025 bearbeitet wurde

    Am 10. Juni 2025 kam es in einer Grazer Schule zu einem Amoklauf eines ehemaligen Schülers, der 10 Menschen tötete und weitere 11 verletzte. Die Abläufe und Maßnahmen der Rettungsleitstelle Steiermark sowie die Auswirkungen auf die handelnden Personen stehen im Mittelpunkt dieses Vortrags, dargestellt werden auch die „Lessons learned“ sowie Problemstellungen und daraus resultierende Optimierungen.

    Referent(in):

    Bernt Senarclens de Grancy

  • 16:45 - 17:15

    Die Leitstelle der Polizei Berlin: Standardisierte Notrufabfrage einmal anders

    SNA: selbstständiges Nachdenken ausdrücklich erwünscht – das Motto während der Entwicklungsphase! Die Zielsetzung ist klar definiert: Verbesserung im Wissensmanagement, Qualitätssteigerung der Notrufbearbeitung, Handlungssicherheit für Mitarbeitende, Reduzierung des Beschwerdepotenzials, Verbesserung statistischer Erhebungen. Der Unterschied zu einer üblichen SNA ist, dass am Ende kein automatisiertes Einsatzrubrum erstellt wird und somit für die Einsatzdisposition faktisch folgenlos bleibt. Es gilt für jeden Notrufannehmenden weiterhin: Selbstständiges Nachdenken ausdrücklich erwünscht!

    Referent(in):

    Peter Hirsch

  • 17:15 - 17:45

    Die Leitstelle Rotterdam: Ein alternatives Abfragemodell für die Sicherheitsregion Zuid-Holland

    Die Akutversorgung in den Niederlanden befindet sich im Wandel. Am Beispiel der Region Rotterdam-Rijnmond nehmen wir Sie mit in die Praxis des Rettungsdienstes – einschließlich der Integrierten Leitstelle – und zeigen, wie moderne Akutversorgung heute organisiert ist. Im Fokus stehen die enge Zusammenarbeit mit Ketten- und Netzwerkpartnern, aktuelle Projekte sowie der Umgang mit steigender Nachfrage und begrenzten Kapazitäten. Ziel ist es, Menschen gezielt zur richtigen Hilfe und zur passenden Versorgung zu führen – smart, vernetzt und zukunftsorientiert.

    Referent(in):

    Janina Hartmann

  • 17:45 - 18:00

    Fazit Tag 1

    Referent(in):

    Hendrik Sudowe

    Maren Bartels

  • 18:15 - 19:00

    KI in der Leitstelle: Compliance und Pflichten unter dem EU AI Act (Firmenpräsentation IABG)

    Mit dem EU AI Act tritt erstmals ein verbindlicher Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz in Kraft. Für Leitstellen ist dies von besonderer Relevanz: Systeme zur Notrufklassifizierung oder Einsatzpriorisierung werden darin als „Hochrisiko-KI“ eingestuft. Dies nimmt nicht nur die Entwickler, sondern auch die Betreiber in die Pflicht. Der Vortrag beleuchtet kompakt die spezifischen Anforderungen – von Transparenzvorgaben über das Qualitätsmanagement bis hin zur menschlichen Aufsicht (Human-in-the-Loop). Dieser Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die rechtlichen Leitplanken und zeigt auf, wie der Weg zur AI-Act-konformen Leitstelle gelingt.

    Referent(in):

    IABG

  • 18:15 - 19:00

    NEXT EmergencyEye – Der Innovationssprung für den Video-Notruf (Firmenpräsentation COREVAS GMBH & CO.KG)

    Mit 10 Jahren Erfahrung in der Notruf-Kommunikation für BOS setzt EmergencyEye mit NEXT den nächsten Entwicklungsschritt. ISO 27001- und ISO 9001 zertifiziert, präqualifiziert und mit einer Lösung, entwickelt und gehostet in Europa, die auf jedem Endgerät ohne Installation funktioniert, vereint EmergencyEye zentrale Anforderungen an Sicherheit, Flexibilität und Skalierbarkeit und ermöglicht zugleich eine geräteunabhängige, DSGVO-konforme Echtzeit-Kommunikation, die sich nahtlos in bestehende Leitstellenprozesse einfügt und Disponenten sowie Einsatzkräfte optimal unterstützt. Bereits heute wird EmergencyEye im Notruf in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg und in Servicegesprächen weltweit genutzt. Denn die EmergencyEye-Technologie wird, zunächst für den Notruf entwickelt, mittlerweile von Weltmarkt-führenden Unternehmen im Service und Kundendienst eingesetzt.

    Referent(in):

    COREVAS GMBH & CO.KG

  • 18:15 - 19:00

    Level-Up-Leitstelle: KI-Disposition, starke Führung & vernetzte Ersthelfer (Firmenpräsentation L2R GmbH)

    Die L2R GmbH als Innovator für moderne Leitstellen befähigt Organisationen, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Mit SECONDS als KI-gestützter Dispositionsunterstützung und CommandX als ganzheitlichem Konzept für Führung und Schulung werden Entscheidungsprozesse verbessert, Mitarbeitende gezielt entwickelt und Abläufe nachhaltig optimiert. Die Einbindung vernetzter Ersthelfer über corhelper ergänzt das Ökosystem und stärkt die Reaktionsfähigkeit im Einsatz – für eine leistungsstarke, zukunftsfähige Leitstelle.

    Referent(in):

    L2R GmbH

  • 19:30 - 00:00

    Abendessen

  • 09:00 - 09:15

    Einleitung

    Referent(in):

    Hendrik Sudowe

    Maren Bartels

  • 09:15 - 09:45

    Regionalisierung von Leitstellen: Das Projekt im Heidekreis

    Der Vortrag zeigt einen Rückblick auf das Projekt „Zukunftsformen des Leitstellenverbundes“ mit Schwerpunkt auf organisatorischen, fachlichen und politischen Arbeitsschritten. Sie zeigt die zeitliche Abfolge von Phasen, Aufgaben und Meilensteinen – beginnend mit der Projektinitialisierung über Organisationsfestlegungen, politische Beschlüsse, Ausschreibungen sowie die Kommunikationen mit Stakeholdern bis hin zur Standortentscheidung 2025.

    Referent(in):

    Torben Friedrich

  • 09:45 - 10:15

    Wenn jede Sekunde zählt: Höhere Signalqualität bei Notrufen dank KI

    Der Vortrag „Wenn jede Sekunde zählt – Höhere Signalqualität bei Notrufen dank Künstlicher Intelligenz“ beleuchtet praxisnah die Einsatzmöglichkeiten von KI in Feuer- und Rettungsleitstellen. Auf Basis einer empirischen Umfrage unter deutschen Leitstellen werden aktuelle Herausforderungen, Erwartungen und Hemmnisse dargestellt. Im Fokus stehen konkrete Anwendungsfälle, wie KI die Signalqualität von Notrufen verbessert, Arbeitsprozesse optimiert und Disponentinnen und Disponenten aktiv im Notrufmanagement unterstützt, um Personal nachhaltig zu entlasten und die Einsatzbearbeitung zu beschleunigen.

    Referent(in):

    Holger Groß

  • 10:15 - 11:00

    Pause

  • 11:00 - 11:30

    Die European Emergency Number Association (EENA): Worüber wird auf europäischer Ebene diskutiert?

    Referent(in):

    Christoph Scherer

  • 11:30 - 12:00

    Never Events in Leitstellen

    Der Begriff „Never Events“ stammt ursprünglich aus der Medizin und bezeichnet schwerwiegende, eindeutige und vermeidbare Fehler, die bei Einhaltung von Sicherheitsstandards nicht vorkommen dürfen. Es geht hierbei um das proaktive und vorausschauende Reduzieren und Eliminieren von Risiken im Alltag – noch bevor die Situation überhaupt entstehen kann. Eine interprofessionelle Arbeitsgruppe aus Österreich und Deutschland überträgt das Konzept der Never Events in die Leitstellenwelt und nutzt dabei u.a. die Erfahrungen und Expertise der Besucherinnen und Besucher des Symposiums 2025. Der Vortrag informiert über die laufende Forschung zu Never Events in der Leitstelle, präsentiert erste Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.

    Referent(in):

    Andreas Maurer

    Christina Hudelmaier

  • 12:00 - 12:30

    Pause

  • 12:30 - 13:00

    Eine neue Spannungslage: Die Rolle der IRLS im Zivilschutz und NATO-Kontext

    Zunehmende hybride Bedrohungen und wachsende geopolitische Spannungen verändern die sicherheitspolitische Realität in Europa. Der Bevölkerungsschutz befindet sich mitten in einer strategischen Neuausrichtung hin zu stärkerem Fokus auf Zivilschutz, Bündnisverteidigung und hybriden Gefahrenlagen. Die Integrierten Leistellen werden zum zentralen Knotenpunkt und stehen vor organisatorischen, technischen und konzeptionellen Herausforderungen. Es gilt, Handlungsbedarfe aufzuzeigen und innovative, zeitgemäße Lösungsansätze zu skizzieren.

    Referent(in):

    Daniel Lauer

  • 13:00 - 13:30

    Berufsfeuerwehr Düsseldorf: Ein 360-Grad-Lagebild in der Leitstelle

    Vom Echtzeit-Lagebild zur Einsatzplanung: Das Monitoring Center der Zukunft. Wie gelingt der Sprung von einer Maps-Anwendung zur Plattform für Echtzeit-Entscheidungen? Jens Wille (Ubilabs) zeigt am Beispiel des Monitoring Centers Düsseldorf, wie eine zentrale Plattform alle einsatzrelevanten Daten bündelt. Vom Rheinpegel über Luftqualität bis zum Verkehr fließen diverse Ströme in ein ganzheitliches Lagebild ein. Während dies bereits heute die operative Basis bildet, zeigen wir einen Ausblick auf die nächste Stufe: Wie KI-gestützte Analysen und Earth Observation künftig Daten veredeln, um über Predictive Analytics eine proaktive Einsatzplanung zu ermöglichen.

    Referent(in):

    Jens Wille

  • 13:30 - 13:45

    Fazit Tag 1 und 2

    Referent(in):

    Hendrik Sudowe

    Maren Bartels

  • 14:30 - 15:15

    Mitgliederversammlung Fachverband Leitstellen e.V.

Referent(innen)

Sebastian Wendt

Melanie Reuter-Oppermann

Torben Friedrich

Andreas Klos

Michael Klahre

Hendrik Sudowe

Janina Hartmann

Christoph Scherer

Christina Hudelmaier

Bernt Senarclens de Grancy

Maren Bartels

Andreas Maurer

Svenja Beckmann

Stephan Bandlow

Tanja Melzer

Benjamin Winter

Kadriye Gülöz

Jens Wille

Holger Groß

Marc Gistrichovsky

Peter Hirsch

Daniel Lauer

Aussteller & Sponsoren

Veranstaltungsort:

ATLANTIC Hotel Sail City
Am Strom 1
27568 Bremerhaven

Veranstalter:

Verlag Stumpf & Kossendey GmbH
Rathausstraße 1
26188 Edewecht
kundenservice@skverlag.de
Tel. 04405 9181-0
Fax 04405 9181-33