Über das Symposium

Wie disponieren Sie eigentlich medizinische Notfälle: standardisiert, strukturiert oder improvisiert? Oder gibt es bei Ihnen schon eine telefonische Gesundheitsberatung? Und wie sieht es mit unterschiedlichen Arbeitszeit- und Personalentwicklungsmodellen aus? Oder lautet die Devise Schichtdienst und Anwesenheitspflicht? Diese Fragen und selbstverständlich ihre Beantwortung stehen im Zentrum des 8. Symposiums Leitstelle aktuell, das am 5. und 6. Mai 2020 erneut im Atlantic Sail City Hotel in Bremerhaven stattfindet. Unter dem Motto „Leitstelle anders denken“ wollen wir dazu anregen, über Alternativen zum Bestehenden nachzudenken – durch ein vielfältiges Vortragsprogramm und interdisziplinäre Workshops.

Das Programm

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Rechtsfragen in der Leitstelle

    Wie auch in den vergangenen Jahren möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, aktuelle Rechtsfragen mit einem Experten zu diskutieren, für den „Leitstelle“ kein Fremdwort ist. Nach dem „Berliner Urteil“ schlagen die Wogen (leider) immer noch hoch, der Notarzt rückt zu jedem Atemproblem aus, alle scheinen nur noch auf Sicherheit zu setzen. Neben dieser sicher immer aktuellen Fragestellung – wie offensiv darf ich mich auch einmal gegen den RTW entscheiden – werden wir Sie wieder nach Themen befragen. So haben Sie die Chance, sich aktiv in den Workshop einzubringen.

    Speakers:

    Thomas Hochstein

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Planung von Festivals: Wann steigt die Leitstelle ein?

    „Ein heftiges Gewitter hat ein Konzert der Rapper Casper und Marteria in Essen beendet. Starker Wind ließ eine LED-Wand nahe der Bühne einstürzen, 28 Verletzte, zwei Menschen sind schwer verletzt.“ Diese oder ähnliche Schlagzeilen finden sich immer wieder in den Zeitungen. Sind Sie als Leitstelle auf eine derartige Lage vorbereitet und in die Vorplanung einer Großveranstaltung involviert worden? Nicht nur Konzerte bergen Gefahren in sich, viele andere Großveranstaltungen sind mindestens ebenso risikobehaftet. In unserem Workshop erarbeiten wir gemeinsam Strukturen zur Vorplanung, stark orientiert am Bedarf der betroffenen Leitstellen.

    Speakers:

    Börje Wolfskämpf

    Christian Märkert

    Stefan Abshof

    Thomas Hussmann

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Personalentwicklung: Wie man unterschiedliche Bedürfnisse unter einen Hut bringt

    Die Arbeitsmarktsituation ist mehr als angespannt, die Einsatzzahlen steigen kontinuierlich, die Mitarbeiter sind teilweise überlastet, was wiederum zur Frustration führt und die Aufstiegschancen in der Leitstelle sind auch nicht immer die Besten. Wie gehen wir in unserer Leitungsaufgabe damit um? Wie bieten wir den Mitarbeitern Entwicklungschancen in einem Bereich, in dem nur wenige Funktionen zu besetzen sind und die Vergütungsmöglichkeiten durch Tarifverträge gedeckelt sind? Personalentwicklung wird eine der großen Herausforderungen unserer Zeit für Führungskräfte in Leitstellen werden. Profitieren Sie in unserem Workshop voneinander und der Kompetenzbreite des Moderators!

    Speakers:

    Thomas Herz

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Notfallmedizin am Telefon: Standardisiert, strukturiert oder improvisiert?

    Nach wie vor haben wir in unseren Leitstellen das Problem, lediglich am Telefon etwas über den Zustand unserer Patienten zu erfahren. Da setzen die einen auf Struktur, die anderen auf Standards und wieder andere Leitstellen verzichten auf diese Hilfsmittel vollkommen. Notfallmedizin am Telefon besteht nicht nur aus Notfallpatienten, im Gegenteil. Die Kunst besteht zunehmend darin, zu erkennen: wer ist kein Notfallpatient und kann in andere Zweige des Gesundheitswesens hingeleitet werden? Dazu müssen wir uns aber sicher sein, was für den Patienten am besten ist. Erreichen wir das standardisiert, strukturiert oder improvisiert? Oder muss ein völlig neues Rad erfunden werden? Was meinen Sie?

    Speakers:

    Wolfgang Lenz

  • 12:00 - 12:15

    Begrüßung und Eröffnung des Symposiums

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 12:15 - 13.15

    Telefonische Gesundheitsberatung? Leitstelle anders denken

    „Bei jedem gesundheitlichen Problem, das Sie beunruhigt, rufen Sie einfache Ihre telefonische Gesundheitsberatung 1450 ohne Vorwahl vom Handy oder Festnetz an.“ Diesen Service bietet die Leitstelle Niederösterreich – und noch sehr viele Dinge mehr! Dort finden wir eine Leitstelle, die so ganz anders arbeitet, als wir es gewohnt sind. Vielleicht müssen wir alte Gewohnheiten auch aufgeben, um richtig gut zu werden!

    Speakers:

    Christof Constantin Chwojka

  • 13:15 - 14:00

    Mittagspause

  • 14:00 - 14:30

    „Rettungsdienst und Rettungsleitstellen: Weiter so geht nicht mehr! Fakten und Veränderungen.“

    Die Rettungsleitstellen sollen die zentralen Einrichtungen der Steuerung sein, doch wer weiß eigentlich wie viele es davon gibt? Das Einsatzgeschehen im Rettungsdienst verändert sich und die Probleme wachsen. Zahlen, Daten und Fakten sind im Rettungsdienst dennoch weiterhin Mangelware. Mit Strukturen und Regelungen von gestern werden sich die Herausforderungen von heute und morgen nicht lösen lassen. Wir brauchen Veränderungen, Transparenz und Kommunikation.

    Speakers:

    Jens Tiedemann

    Stefan Böhne

  • 14:30 - 15:00

    „Bewährtes fortentwickeln und Neues sinnvoll ergänzen: die Vernetzung von BOS-Leitstellen“.

    „Vernetzung ist eines der großen Digitalisierungsthemen unserer Zeit. Gerade in der Struktur der derzeit ca. 400 BOS-Leitstellen ist eine enge (Daten-)Verbindung untereinander die zentrale Basis für gemeinsame Einsätze und nicht korrekt zugestellte Hilfeersuchen. Trotzdem findet Vernetzung weiterhin lediglich regional und i. d. R. auch nicht behördenübergreifend statt. Gibt es Wege in Richtung einer bundesweiten Struktur oder gar darüber hinaus?“

    Speakers:

    Carsten Schneider

  • 15:00 - 15:30

    Kaffeepause

  • 15:30 - 16:00

    Schichtdienst und Anwesenheitspflicht? Mögliche Arbeitszeitmodelle in der Leitstelle

    Kennen wir nicht alle das Problem der Dienstplanung in unseren Leitstellen? Wie bringen wir Abfragesicherheit, Bearbeitungssicherheit sowie Sicherstellung der Mindestbesetzung und die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitarbeiter unter einen Hut? Vielleicht müssen wir von herkömmlichen Modellen Abschied nehmen und auch in diesem Bereich „neu denken“ lernen.

    Speakers:

    Heiko Schumann

  • 16:00 - 16:30

    Arbeitszeitsysteme und Personalentwicklung der Leitstelle München: Was geht?

    Eine vorausschauende und strategische Personalplanung ist entscheidend für den Erfolg von Unternehmen und somit natürlich auch für Integrierte Leitstellen. Die Disponenten sind in der kommunalen Gefahrenabwehr die DNA der Leitstellen. Die Personalstrategie muss mit Blick auf die Zukunft regelmäßig hinterfragt und angepasst werden. Das hat die BF München getan und stellt Ihnen ihr Konzept vor!

    Speakers:

    Simon Kiening

  • 16:30 - 17:00

    Neue Rollen & Funktionen

    In unserer Podiumsdiskussion möchten wir die Themen des ersten Tages zusammenfassen und gemeinsam mit den Referenten diskutieren. Es soll um die neue Rolle der Leitstelle im Gesundheitssystem, Anpassung der Leitstellenstrukturen an neue Herausforderungen und den Mitarbeiter in dieser Leitstelle gehen. Können Personalentwicklungskonzepte die Mitarbeiter länger an uns binden und zugleich motivieren? Sind wir gut aufgestellt für eine andere Form der Arbeit in unseren Leitstellen?

    Speakers:

    Christof Constantin Chwojka

    Heiko Schumann

    Jens Cordes

    Jens Tiedemann

    Simon Kiening

    Stefan Böhne

  • 17:00 - 17:15

    Zusammenfassung des ersten Tages

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 17:45 - 18:15

    Firmenpräsentation:

  • 17:45 - 18:15

    Firmenpräsentation:

  • 17:45 - 18:15

    Firmenpräsentation:

  • 19:30 - 24:00

    Gemeinsames Abendessen im Klimahaus Bremerhaven

  • 09:00 - 09:15

    Begrüßung

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 09:15 - 09:45

    Leitstelle am Fjord - Das EMCC in Oslo

    Mit 681.071 Stadtbewohnern und insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen in der Groß-Oslo-Region lebt hier fast ein Drittel der norwegischen Bevölkerung. Für die Annahme notfallmedizinischer Hilfeersuchen und die Alarmierung sowie Koordination der Rettungs-kräfte ist das Oslo Emergency Medical Communication Center (EMCC) zuständig, die Leitstelle am Fjord mit ganz besonderen Herausforderungen!

    Speakers:

    Thomas Christensen

  • 09:45 - 10:15

    Notfall-KTW, REF und Co: Was bringt die Einsatzmittelerweiterung?

    Unzweifelhaft benötigen wir in unseren Leitstellen mehr Interventionsmöglichkeiten als nur einen RTW und einen Notarzt, wenn wir uns als zentrales Element des Gesundheitssystems verstehen. Aber wer hat noch den Überblick in unserem System? Den möchten wir Ihnen bieten und schauen einmal, was ist aus den Projekten, wie z.B. dem Gemeinde-Notfallsanitäter, den Telenotarzt-Systemen, dem Notfallkrankenwagen, dem Rettungs-Einsatz-Fahrzeug, dem Medical Intervention Car und dergleichen eigentlich geworden?

    Speakers:

    Henning Goersch

  • 10:15 - 10:45

    Kaffeepause

  • 10:45 - 11:15

    Standardisiert, strukturiert oder improvisiert? Teil 1 – Notfallmedizin am Telefon

    Bereits in unserem Workshop haben wir zu diesem Thema gemeinsam gearbeitet, die Ergebnisse sollen aber allen Teilnehmern zugänglich gemacht werden. Darum wird Herr Dr. Wolfgang Lenz die wesentlichen Daten und Fakten an dieser Stelle nochmals vortragen und gerne auch im Plenum mit Ihnen diskutieren. Was favorisieren Sie - standardisiert, strukturiert oder improvisiert?

    Speakers:

    Wolfgang Lenz

  • 11:15 - 11:45

    Standardisiert, strukturiert oder improvisiert? Teil 2 – Feuerwehrabfrage im Notrufdialog

    Im Bereich der medizinischen Notrufabfrage sind deutliche Tendenzen zu erkennen, die Abfrage zu strukturieren oder zu standardisieren, wobei hier die Grenzen sicher verwaschen sind. Wie aber sieht es im Bereich der feuerwehrtechnischen Abfrage aus? Greifen die Disponenten da auf ihre Erfahrungen zurück oder würden auch das Strukturen und vordefinierte Fragestellungen bessere Einsatzentscheidungen zur Folge haben?

    Speakers:

    Michael Pölcher

  • 11:45 - 12:15

    Pause

  • 12:15 - 12:45

    Amoklauf München – Resümee für die Leitstelle

    Je nach Größe und unterschiedlichen "Erfahrungen" in der Vergangenheit existieren in den Leitstellen Konzepte und Arbeitsanweisungen um einer außergewöhnlichen Einsatzlage, wie einem Amoklauf, zu begegnen. Aber wie reagieren in so einer Situation die Mitarbeiter unter höchstem Stress und möglicherweise sogar Angst? Was kann dann von den Konzepten und Planungen tatsächlich noch umsetzt werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Kommunikation innerhalb der Leitstelle und nach außen? Hier hat die Integrierte Leitstelle München unter anderem aus den Erfahrungen des Amoklaufes versucht Antworten zu finden.

    Speakers:

    Andreas Boden

  • 12:45 - 13:30

    Erwartungen und Enttäuschungen: Ein Fall – drei Blickwinkel

    „Du siehst nicht wirklich die Welt, wenn Du nur durch Dein eigenes Fenster siehst!“, lautet eine Weisheit aus der Ukraine. Auch wenn das logisch klingt, liegt es allerdings nicht unbedingt in der menschlichen Natur, sich das in jeder Situation klarzumachen. Stattdessen wird subjektiv bewertet, gemutmaßt und interpretiert. Das tun die anderen Menschen, die an der Situation beteiligt sind, natürlich auch. Jeder im guten Glauben, „ das Richtige zu tun“! Und darum betrachten wir in diesem Vortrag einen Fall aus drei Blickwinkeln – und vielleicht sind Sie überrascht am Ende!

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

    N.N.

  • 13:30 - 13:45

    Zusammenfassung und Ausblick

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 14:00 - 14:45

    7. Mitgliederversammlung Fachverband Leitstellen e.V.

Anmeldung

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Aussteller

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Veranstalter:

Verlag Stumpf & Kossendey GmbH
Rathausstraße 1
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