Herzlich willkommen!

Das Programm steht, die ersten organisatorischen Schritte sind bereits ab­solviert – das 9. Symposium Leitstelle AKTUELL am 10. und 11. Mai 2022 in Bremerhaven findet als Präsenzveranstaltung statt! Von der Personalentwicklung über die Ausbildung von Disponenten bis zur Resilienz von Leitstellen verläuft der thematische Spannungsbogen. Im Zentrum steht aber eine ­Diskussion zu den Strukturen der Gesundheitsversorgung, in die wir mit ­einem Impulsvortrag einsteigen und anschließend auf dem Podium sowie mit dem Auditorium weiter vertiefen und neu denken wollen.

Das Programm

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Rechtsfragen in der Leitstelle

    Wie auch in den vergangenen Jahren möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, aktuelle Rechtsfragen mit einem Experten zu diskutieren, für den „Leitstelle“ kein Fremdwort ist. Nach dem „Berliner Urteil“ schlagen die Wogen (leider) immer noch hoch, der Notarzt rückt zu jedem Atemproblem aus, alle scheinen nur noch auf Sicherheit zu setzen. Neben dieser sicher immer aktuellen Fragestellung – wie offensiv darf ich mich auch einmal gegen den RTW entscheiden – werden wir Sie wieder nach Themen befragen. So haben Sie die Chance, sich aktiv in den Workshop einzubringen.

    Speakers:

    Thomas Hochstein

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) in der Leitstelle

    Der Einsatz der PSNV-B (z.B. KIT oder Notfallseelsorge) durch die Leitstelle ist zum Alltag geworden. Menschen, die unter dem Eindruck eines belastenden Ereignisses (Unfall, Brand, medizinischer Notfall) stehen, muss geholfen werden. Auch die PSNV-E, die Hilfe für Einsatzkräfte, ist als Fürsorgestandard von Arbeitgebern längst als notwendig anerkannt und setzt sich auch flächendenkend in den Bereichen der Freiwilligen Feuerwehr und Hilfsorganisationen durch. Und nach langer Diskussion ist seit einigen Jahren deutlich, dass auch Disponenten Einsätze als belastend empfinden, darunter leiden und davon krank werden können. Im Rahmen des Workshops werden wir u.a. darüber sprechen: Wie können Belastungen und Traumafolgestörungen bei Disponenten entstehen und wie zeigen sie sich? Wie und durch wen bekommen Mitarbeiter Hilfe oder können angemessen angesprochen werden? Welchen organisatorischen Rahmen kann man schaffen, um Hilfe anzubieten? Welche Qualität sollte diese Hilfe haben und wie kann sie gesichert werden? Welche fachlichen Ebenen der Hilfe sollte es geben? Wie kann die Leitstelle im Rahmen von Unterrichten und anderen Angeboten den Mitarbeitern helfen, resilient zu bleiben?

    Speakers:

    Olaf Engelbrecht

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Vom Risikofaktor Mensch zum Sicherheitsfaktor Mensch

    Der Einsatz war erfolgreich; Menschen wurden gerettet; alle haben funktioniert. Ja, sie haben für sich funktioniert. Aber reicht das? Eine optimale Versorgung und Zusammenarbeit ist nur dann gewährleistet, wenn alle Ihre Rollen kennen, alle gut ausgebildet sind, wenn man gut miteinander kommuniziert, Dinge vorbereitet (Briefings) und Ereignisse / Erlebnisse nachbereitet (Debriefing) und sich selbst regelmäßig reflektiert. Es braucht gemeinsame Werte und Grundlagen, eine gemeinsame Sprache und die richtigen Kompetenzen. In unserem Workshop betrachten wir die Leitstelle und die Notfallversorgung als Ganzes, geben konkrete Einblicke in andere Schnittstellen und konkrete Handlungsempfehlungen für das Individuum, das Team und die Organisation, um den Alltag und den Notfall zu meistern. Die Teilnehmer erarbeiten im Workshop die genannten Werte und Grundlagen selbst und können die Inhalte dadurch optimal für ihren Arbeitsalltag nutzbar machen oder auch als Multiplikatoren weitergeben.

    Speakers:

    Andreas Maurer

    Angela de Beaufort

    Florian Dax

  • 09:00 - 11:30

    Workshop: Der dritte Knopf in der Leitstelle

    Die Leitstellenwelt hat sich in den vergangen Jahren verändert. Längst gibt es neben den Ressourcen Notarzt, Rettungswagen und Krankentransportwagen weitere Versorgungsmöglichkeiten um als Leitstelle auf die Hilfeersuchen der Bürgerinnen und Bürger adäquat zu reagieren. Ziel dieses Workshops ist es, die verschiedenen Angebote zu verifizieren und diese ggf. gegenüberzustellen. Dazu erstellen die Teilnehmer im Workshop eine Matrix und zeigen die unterschiedlichen einsatztaktischen Möglichkeiten auf.

    Speakers:

    Frank Leenderts

    Hendrik Sudowe

    Jörg Gellern

  • 12:00 - 12:15

    Begrüßung

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 12:15 - 12:45

    Der Mitarbeiter in der Leitstelle: Personalentwicklung

    Speakers:

    Frank Leenderts

  • 12:45 - 13:15

    Ausbildung von Disponenten: ein Überblick

    Überblick über die Ausbildungen in Deutschland

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 13:15 - 14:00

    Mittagspause

  • 14:00 - 14:30

    Sonderlagefähigkeit: Wie viel Sicherheit muss sein?

    Neben dem Regelbetrieb muss die Leitstelle auch immer vorbereitet sein, auf ad hoc auftretende Sonderlagen zu reagieren. Welches Sicherheitsniveau ist angemessen und welche Organisationsmodelle gibt es, um den mit einer Sonderlagenbewältigung verbundenen Personalbedarf einer Leitstelle zu sichern? Der Vortrag gibt eine Übersicht über bewährte Konzepte und aktuelle Ansätze im Spannungsfeld zwischen den bestehenden Bedarfen und den rechtlichen bzw. tariflichen Möglichkeiten.

    Speakers:

    Sven Ohrem

  • 14:30 - 15:00

    Resilienz & Leitstelle

    Leitstellen müssen ihren Betrieb auch unter widrigen äußeren Einflüssen aufrecht erhalten. Hierzu zählen Ereignisse wie Stromausfall, Unwetter- und Hochwasserlagen aber auch Pandemien. D.h. Leitstellen müssen hinsichtlich Gebäude, Technik, Organisation und Personal über ein hohes Maß an Resilienz verfügen, um ihre Aufgaben jederzeit erfüllen zu können.

    Speakers:

    Jens Christiansen

  • 15:00 - 15:30

    Pause

  • 15:30 - 16:00

    Leitstelle & Katastrophenschutz

    Katastrophen erfordern die Zusammenarbeit aller Behörden im Katastrophengebiet unter einheitlicher Leitung. Der Katastrophenalarm verändert daher die gewohnte Aufbau- und Ablauforganisation. Doch ist es wirklich klug, gerade im Katastrophenfall alles anders zu machen, als im Alltag? Mit dem Fokus auf Prozesse zwischen Führungsstab und Leitstelle werden Antworten auf diese Frage gesucht.

    Speakers:

    Claus Böttcher

  • 16:00 - 16:15

    Strukturen der Gesundheitsversorgung neu gedacht

    Bewahren oder bewegen? Die Neuordnung der Notfallversorgung beschäftigt Politik und strategisch Verantwortliche auf Seiten der kommunalen Aufgabenträger seit dem Vorliegen des SVR-Gutachtens zur bedarfsgerechten Steuerung der Gesundheitsversorgung im Juni 2018. Was ist seitdem passiert, welche Tendenzen sind erkennbar und wie kommt Bewegung in die Leitstellenwelt? Bewahren oder bewegen – was wird die Zukunft bestimmen?

    Speakers:

    Stephan Bandlow

  • 16:15 - 17:00

    Diskussion: Strukturen der Gesundheitsversorgung neu gedacht

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Dr. Bernhard Gibis

    Dr. Janosch Dahmen

    Jan Gronewold

    Maren Bartels

    Stephan Bandlow

  • 17:00 - 17:15

    Zusammenfassung des ersten Tages

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 17:45 - 18:30

    Firmenpräsentationen

  • 19:30 - 00:00

    Gemeinsames Abendessen im Klimahaus

  • 09:00 - 09:15

    Begrüßung

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 09:15 - 09:45

    Wie Wissenschaft die Leitstellen besser machen: Zahlen & Formeln

    Vielfältige Abhängigkeiten, stochastische Einflüsse und Schwankungen im Notfallaufkommen machen die logistische Organisation und Koordination im Rettungsdienst und in Leitstellen zu einem komplexen Unterfangen. Die zunehmende Datenverfügbarkeit ermöglicht es dieser Herausforderung zu begegnen, indem Digitalisierungspotenziale durch die Anwendung quantitativer Methoden aus Bereichen wie Simulation und Analytics erschlossen werden. Dadurch wird eine datengestützte Entscheidungsunterstützung möglich und neue Planungsansätze können untersucht und validiert werden, ohne im Realbetrieb zu experimentieren.

    Speakers:

    Prof. Dr. Stefan Nickel

  • 09:45 - 10:15

    Telemedizin: Wo ergeben sich Schnittstellen zur Leitstelle?

    Wo ergeben sich Schnittstellen zur Leitstelle, wann macht Leitstelle & Telenotarzt Sinn, welche Alternativen gibt es? Datenschutz und Patientendaten? Telenotfallmedizin (TNM) ist eine virtuelle Einbindung eines Telenotfallmediziners mit geeigneter Technik in einen rettungsdienstlichen Einsatz zur Unterstützung des den Patienten behandelnden, nicht-ärztlichen Personals und der Notärzte mit weiterer notärztlicher Entscheidungskompetenz. Durch eine organisatorische Anbindung an eine geeignete Rettungsleitstelle ergeben sich vielfältige synergistische Effekte für beide Seiten. So kann eine Patientenversorgung zielgerichteter gestaltet werden. Dies stellt beide Seiten vor neue Herausforderungen die nur gemeinsam sinnvoll gelöst werden können.

    Speakers:

    Dr. Tobias Steffen

  • 10:15 - 10:45

    Pause

  • 10:45 - 11:15

    Einsatzdokumentation

    Was sollte dokumentiert werden, welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen, welche Ableitungen sind möglich? Eine ausführliche und lückenlose Dokumentation ist und bleibt für vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein leidiges Thema (oder auch schwarzes Tuch). Häufig wird verkannt, welche wichtigen Erkenntnisse sich aus einer guten Dokumentation ableiten lassen. Es ist daher wichtig dieses Thema nachhaltig in den Köpfen zu verankern und auf die Ableitungen einer guten Einsatzdokumentation hinzuweisen.

    Speakers:

    Kadriye Gülöz

  • 11:15 - 11:45

    Organisation internationaler Kranken- und Intensivtransporte

    Die Verwundetenleitstelle der Bundeswehr in Koblenz – auch Patient Evacuation Coordination Centre genannt – plant und steuert sämtliche Rückholungen von Patientinnen und Patienten aus den weltweiten Einsatz- und Übungsgebieten der Bundeswehr. Hierfür hält die Bundeswehr speziell ausgerüstete Luftfahrzeuge für den intensivmedizinischen Langstreckentransport vor. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Organisations- und Ablaufstruktur einer Sekundärleitstelle der Bundeswehr sowie über die vorhandenen Lufttransportfähigkeiten.

    Speakers:

    Dr. Sven Marquardt

  • 11:45 - 12:15

    Pause

  • 12:15 - 12:45

    Zwischen Waldbränden und Sturmfluten: Wie arbeitet die Leitstelle Genua?

    In der Region Genua kommt es häufig zu Sturmfluten und Waldbränden. Wie gehen die örtlichen Behörden damit um? Wie hat sich die Leitstelle auf diese Ereignisse eingestellt? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den in unterschiedlichen Public-safety Answering Points (PSAP) arbeitenden Organisationen wie Rettungsdienst und Feuerwehr auf der einen und Krankentransport, Polizei und Küstenwache auf der anderen Seite?

    Speakers:

    Federico Brizio

  • 12:45 - 13:15

    Und wenn der digitale Behördenfunk doch ausfällt ?

    Speakers:

    Thomas Blinn

  • 13:15 - 13:30

    Zusammenfassung und Ausblick

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Hendrik Sudowe

  • 14:00 - 14:45

    8. Mitgliederversammlung Fachverband Leitstellen e.V.

    Raum 1 & 2

    Speakers:

    Achim Hackstein

    Vorstand FVLST

Aussteller & Partner

Referenten

Dr. Janosch Dahmen

Sven Ohrem

Thomas Hochstein

Jan Gronewold

Maren Bartels

Stephan Bandlow

Jörg Gellern

Federico Brizio

Frank Leenderts

Andreas Maurer

Hendrik Sudowe

Kadriye Gülöz

Florian Dax

Prof. Dr. Stefan Nickel

Claus Böttcher

Achim Hackstein

Dr. Sven Marquardt

Olaf Engelbrecht

Jens Christiansen

Dr. Tobias Steffen

Veranstaltungsort:
ATLANTIC Hotel Sail City
Am Strom 1
27568 Bremerhaven

 

Veranstalter:

Verlag Stumpf & Kossendey GmbH
Rathausstraße 1
26188 Edewecht
kundenservice@skverlag.de
Tel. 04405 9181-0
Fax 04405 9181-33